Emotionale Überforderung: „Ich fühle mich ständig am Limit“ – Was in unserem Nervensystem passiert und wie du dich aus dem Stresskreislauf befreien kannst – Erfahrungen aus meiner Praxis
Kennst du das Gefühl, ständig am Limit zu sein? Schon eine kleine Herausforderung bringt das Fass zum Überlaufen. Ein unbedachtes Wort, eine Bitte zu viel – und plötzlich reagieren wir über, obwohl wir das gar nicht wollen. Doch was steckt dahinter? Die Antwort finden wir in unserem Nervensystem.
Wie kommt es zur mentalen Überforderung und emotionalen Überreaktionen?
Unser Gehirn und unser Nervensystem sind darauf ausgelegt, uns zu schützen. Wenn wir uns bedroht fühlen – sei es durch Stress, Druck oder alte emotionale Wunden – reagiert unser Körper mit einer Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsreaktion. Diese Muster sind tief in uns verankert und laufen oft unbewusst ab. Viele Menschen erleben eine anhaltende innere Anspannung, die dazu führt, dass sie bei kleinen Reizen überreagieren. Die Fähigkeit zur Selbstregulation wird geschwächt, und emotionale Ausbrüche oder Überforderung sind die Folge.
Was sind hilfreiche Schritte in einer Therapie oder einem Coaching?
1. Verstehen, was individuell passiert
Der erste Schritt in einer therapeutischen Begleitung oder im Coaching ist es, zu erkennen, was genau bei jedem Einzelnen geschieht. Warum reagieren wir so, wie wir reagieren? Welche alten Muster oder Erfahrungen spielen eine Rolle? Dieses Verständnis schafft bereits Erleichterung und ermöglicht eine bewusste Veränderung.
2. Ressourcen aktivieren – nicht nur auf das Problem schauen
In meiner Praxis arbeite ich mit Hypnose, EMDR und innerer Kind Arbeit sehr ressourcenorientiert. Das bedeutet, dass wir nicht nur auf das belastende Erleben schauen, sondern auch überlegen: Welche Stärken und Fähigkeiten habe ich, die mir helfen können? Welche inneren Ressourcen stehen mir zur Verfügung, um neue Wege im Umgang mit Stress zu entwickeln?
3. Neue Denkmuster schaffen
Ein wesentlicher Schritt in der Veränderungsarbeit ist es, belastende Erfahrungen mit vorhandenen Stärken zu verbinden. Dies entspricht der neurobiologischen Erkenntnis: Neuronen, die zusammen feuern, verbinden sich. Durch gezielte therapeutische Interventionen entstehen so tatsächlich neue Denk- und Verhaltensmuster, die mehr innere Stabilität ermöglichen.
Eine Klientin, die unter ständiger innerer Anspannung litt, beschrieb es so:
„Früher war ich ständig im Bedrohungsmodus. Es fühlte sich an, als würde mein Nervensystem immer auf Alarm stehen – selbst bei Kleinigkeiten habe ich überreagiert, ohne es zu wollen. Achtsamkeit hat mir geholfen, nicht nur bewusster mit Stress umzugehen, sondern ihn tief in mir anders zu verarbeiten. Es ist, als ob die Gelassenheit nun ein natürlicher Teil von mir geworden ist – nicht etwas, das ich bewusst an- und ausschalten muss. Ich spüre eine innere Ruhe, die ich vorher nicht kannte, und das hat mein Leben verändert. Das Schönste ist, dass es sich auch auf meine Familie auswirkt: Ich bin ruhiger, reagiere anders – und das macht unser Zusammenleben viel harmonischer.“ Ein wesentlicher Schritt in der Veränderungsarbeit ist es, belastende Erfahrungen mit vorhandenen Stärken zu verbinden. Dies entspricht der neurobiologischen Erkenntnis: Neuronen, die zusammen feuern, verbinden sich. Durch gezielte therapeutische Interventionen entstehen so tatsächlich neue Denk- und Verhaltensmuster, die mehr innere Stabilität ermöglichen.
4. Achtsamkeit und Selbstmitgefühl als Schlüssel
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Praxis der Achtsamkeit und Selbstmitgefühl. Wir brauchen die Kraft und die Sicherheit des gegenwärtigen Moments und die daraus entstehenden Haltungen wie:
- Nicht-Werten: Eine freundliche, akzeptierende Haltung uns selbst gegenüber entwickeln
- Geduld: Veränderung braucht Zeit, und es ist wichtig, sich diesen Prozess zu erlauben
- Erforschen: Neugierig und offen die eigenen Reaktionen und Muster betrachten, ohne sich zu verurteilen
Diese achtsame und selbstmitfühlende Haltung hilft uns, auch in herausfordernden Momenten gelassener zu bleiben und neue Handlungsspielräume zu entdecken.
Was du selbst tun kannst
Ein erster hilfreicher Schritt ist, einen kurzen Moment innezuhalten. Wenn du merkst, dass du dich überfordert fühlst, nimm dir bewusst eine Pause. Ein Moment des Innehaltens schafft etwas Abstand und verhindert, dass du automatisch in alte Muster verfällst.
Bewusstes Atmen hilft: Ich empfehle hier gerne den physiologischen Seufzer. Dabei atmest du zweimal kurz durch die Nase ein und anschließend langsam durch den Mund aus. Diese Atemtechnik beruhigt das Nervensystem effektiv und kann helfen, dich wieder zu regulieren.
Lass uns gemeinsam deinen Weg zu mehr innerer Stabilität finden
Wenn du dich oft am Limit fühlst und Unterstützung suchst, um emotionale Überforderung zu überwinden, lade ich dich herzlich zu einem kostenfreien telefonischen Gespräch ein. Gemeinsam schauen wir, welche Schritte für dich hilfreich sein können. Hier kannst du einen Termin buchen: 👉 Terminbuchung
Meine Kursangebote für mehr innere Stabilität
Wenn du deine Stressresistenz nachhaltig stärken möchtest, empfehle ich dir meinen MBCT-Kurs (Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie). Dieser Kurs hilft dir, stressbedingte Gedankenspiralen zu durchbrechen und langfristig mehr Gelassenheit in dein Leben zu bringen.
Ich freue mich darauf, dich auf deinem Weg zu mehr innerer Ruhe und Selbstwirksamkeit zu begleiten! 💛